Das Gewicht eines Wortes

Das Gewicht eines Wortes

Eine seltsame Zeit ist das. Für mich persönlich und überhaupt. Ich wohne nicht mehr ganz in der alten und noch nicht ganz in der neuen Wohnung. Es gibt nichts mehr zu packen. Nur das dringend benötigte befindet sich in der alten Wohnung. Es ist erstaunlich, wie gut es sich so reduziert lebt.
Vereinzelt „reifen“ noch Worte.
Für große Formate ist kein Platz.
Es ist ganz schön was zusammen gekommen.

Wer mich kennt, weiß, das ich nur Worte wähle, die Wohlbehagen auslösen, oder Sehnsucht, die durch, was auch immer, einen Wert für mich haben. „Brunnen“ zum Beispiel oder „Kuckuck“ (den ich hier nicht mehr zu hören bekomme) „Kiebitz“ , „Bucheckern“ …..

Heute Morgen fragte ich mich, was so ein Wort wiegt. Also bemühte ich meine Briefwaage, und ich war erstaunt. Ein Wort wiegt buchstäblich ein Gramm. Und doch wiegt es viel mehr.

Hinter jedem Wort tut sich eine ganze Geschichte auf. Keines zu viel keines zu wenig. Manche ungesagt….. manche schlummern noch, manche bleiben ungesagt. Jedes an seinem Platz notwendig…. oder doch überflüssig?

Irgendwann einmal werde ich sie alle in einem Raum aufhängen, werde durch sie hindurch wandeln, mir das Eine oder Andere herauspicken. Werde den „Petticoat“ liebevoll streicheln, oder die berühmte „Kittelschürze“ meiner Mutter…. irgendwann in einer anderen Zeit.

Blaumeise

Blaumeise

Es gibt sie doch….Dorothea schickte mir ein aktuelles Foto. Guten Appetit kann ich da nur sagen….. Danke Dorothea

Blau

Blau

Momentan habe ich einen Faible für Blau. Meine Freundin Dorothea schickte mir dieses kürzlich dieses Foto von ihrem Balkon. (Die Skulptur hat sie selber geschaffen)

An meinen Händen finden sich noch blaue Farbspuren der Gartenbank für den neuen Garten

Und dieses Schränkchen wird demnächst für die Sommerküche gebraucht.

Gestern Morgen sah ich diese tapfere Dreimasterblume, die sich, wie im letzten Jahr durchs Mauerwerk gekämpft hat

Die hübsche „Jungfer im Grünen“ hat Dorothea ebenfalls gemalt.

Nur die Blaumeise suche ich seit Tagen vergeblich. Man sagt, eine Krankheit bedroht den Bestand massiv.

Heilung gescheitert?

Heilung gescheitert?, …. der erste Auseinandersetzung mit dem Thema Heilung ging schief . Auch wenn mir das Ergebnis auch in dieser zerbrechlichen Version noch am Herzen liegt.

Aber ich gebe nicht auf. Ich habe mich für festeres Material entschieden und nun wächst ein Vlies. Ich habe „Heilung“ nun auch in Russisch und Türkisch ausgeschnitten.

Unser kleiner syrischer Freund schrieb Heilung in seiner Sprache auf. Aber daran werde ich mir wohl die Zähne ausbeißen.

Heilung 2

Heilung 2

Am nächtlichen Fenster fotografiert. In fünf Sprachen….. und noch lange nicht ausreichend…. ich schicke die Botschaft- ähnlich der tibetischen Gebetsfahnen – ins Universum. Ich arbeite weiter daran. Möge es nützen. Und am Tag erfreut mich der Blick in die Birke im zukünftigen Garten.

Heilung

Heilung

Was kann man sich sehnlicher wünschen in dieser Zeit. Aus viel zu dünnem Papier ausgeschnitten, mehrfach eingerissen. Eine brüchige Angelegenheit eben… ich möchte Sie in allen Sprachen schreiben und ausschneiden und bin dankbar für jede Sprachspende.

Diese Zeit ist in jeglicher Hinsicht eine Phase der Prüfung. Noch bin ich in der alten, gekündigten Wohnung. Die neue Bleibe kann noch nicht bezogen werden, weil noch Renovierungsarbeiten anstehen. Wegen Corona gerät alles ins Stocken. Aber im Garten dürfen wir schon arbeiten. …und ausruhen….

Meine Arbeiten sind verstaut in Schränken, im Keller oder, wie hier übereinandergehängt, was mir aber nun gefällt. Alles durcheinander geraten…..

Gedanken

Gedanken am Sonntagmorgen

Das Leben zeigt sich vielschichtig. Es zwingt uns zur Einkehr, zum Rückzug. Nicht das Schlechteste, will mir scheinen.