Fundstücke

FundstückeVon jeder Reise bringe ich mindestens mit Fundstück mit heim. Das ist schon fast zwanghaft. Diese Schindel fand ich im Schwarzwald vor nunmehr ca. zehn Jahren. Sie lag am Wegrand in der Nähe eines alten Hauses. Ich hüte sie seitdem wie einen Schatz und bislang bewahrte ich sie in meinem Fundus auf, nahm sie immer wieder in die Hand und ich lauschte der Geschichte, die sie erzählt. Ein Baum flüstert mir etwas zu, erzählt die uralte Geschichte vom Werden und Vergehen, von Schweiss, Geschick und Handwerkskunst.

Und dann spricht ein Haus von Menschen, die in ihm lebten, geboren wurden, starben, lachten, weinten, von Kindern, Eheleuten, Alten. Freud, Leid, Krankheit, Trauer, von Krieg, Frieden, Armut und Reichtum. Das ganze Spektrum des Seins.

Ich suchte nach einem einzigen Wort, das ich mit dieser Schindel in Verbindung bringen konnte und nahm wahllos eines meiner Bücher von meinem Nachttisch. Eine uralte Ausgabe des Kinderbuches vom „Wind in den Weiden“, schloss meine Augen und tippte auf die Zeilen. Er landete bei dem Wort „einfach“.

Volltreffer, dachte ich. Es lag nahe, das ich es ausschneiden musste. So „einfach“ ist das manchmal. Ein einziges Wort – das ganze Universum.

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Tante Emma in der Pfalz

Tante Emma in der PfalzWir waren zu Fünft unterwegs in der Pfalz und in einer Galerie in Annweiler fanden wir dieses Bild. Das waren doch wir Frauen.

Sechs Tage hatten wir uns eingemietet in Ilbesheim (nahe bei Landau) Sechs Tage Wandern, Herumalbern, ernste Gespräche, Wein…. oh ja, der Weingeist begegnete uns.Und am fünften Tag fanden wir in Arzheim diesen wunderschönen Tante-Emma-Laden. Gäbe es doch mehr von diesen Läden in den verwaisten Dörfern. Es gibt nichts, was es nicht gibt in diesem „Geschäft“. Selbstgebackenen Kuchen vom Feinsten und nahezu alle Erzeugnisse aus der Region. Sehr charmant.

Und dann die kleine Kapelle oberhalb von Ilbesheim. Die „Kleine Kalmit“. Zwei Mal kletterten wir bei großer Hitze hinauf an diesen magischen Ort.Ja, schön war es. Maroder Charme, seltsame Weinwürmerund zum Abschied ein „Lächeln

Eine Rose ist eine Rose

Eine Rose ist eine Roseist eine Rose.

Dieses Gedicht von Gertrude Stein gehört zu meinen Lieblingsgedichten. Manchmal sage ich es auf wie ein Mantra. In Zeiten, wo Angst mich beschleicht….. wo Klimawandel, die Sorge um meine kranke Schwägerin oder andere Gespenster nachts an meine Fenster klopfen.

Eine Rose, ist eine Rose, ist eine Rose. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich habe es mit einem selbstgebasteltem „Pinsel“ , einem Bündel getrocknetem Sonnenhut wild zu Papier gebracht. Immer wieder….eine Rose, ist eine Rose, ist eine Rose.

Nachteil ist Vorteil….

Nachteil ist Vorteilund Vorteil ist Nachteil, sagte der weise Zenmeister. Also machte ich das Beste aus der Hitze der letzten Tage. Papier ist geduldig und ich versuche es auch zu sein. Dieses Fundholz habe ich wiederbelebt. Und dann musste ich unbedingt mal wieder ein neues luftiges Kleid „schneidern“. Es ist leicht wie eine Feder…. ungeeignet für ausschweifende Nächte.

Steinreich

SteinreichIn der letzten Woche tauchten Steine in mehreren Beiträgen auf. Gerda zeichnet sie, Ulli schreibt wunderschöne Geschichten darüber …. und ich sitze und staune immer wieder über diese Wunder. Ich will gar nicht anfangen, alle Fundstücke (diesen Schiefer hat mein Mann gefunden) zu zeigen, aber eine kleine Auswahl…..

dieser eher unscheinbare „Vertreter“ hat ein beachtliches Innenleben.Ich gebe zu, ich habe ihn gekauft in einem Traumlädchen in einem kleinen Küstendorf. Er ist ein Geschenk zum Hochzeitstag für meinen Mann, ich fand, das es ein passendes Geschenk war. Und hier noch ein paar zusammengefügte Fundstücke. Die kleinen Algen kriegt die Natur einfach hundertmal besser hin.

Bretagne

Bretagne Wo fange ich an, wo höre ich auf? Vier Wochen lang bereiste ich die Bretagne. Angefangen in Honfleur beherbergte uns unser kleiner Wohnwagen. Jetzt nach beinahe einer Woche denke ich fast, ich habe das alles geträumt. Die Sonnenuntergänge am Meer.Die beeindruckenden Granite RoseDer Gr 34, dieser wunderbare Wanderweg, der rund um die Küste führt. Und immer der Blick aufs Meer mit Buchten, ganz für uns allein.Steine, Steine, Steine…..süchtig machendes Sammeln.Und dann die Menhire bei Carnac. Da kann man nur still werden vor Ehrfurcht.Ebenso die Grabmäler in den Wäldern, unspektakulär und vom Massentourismus verschont.Vom guten Essen, den Märkten ganz zu schweigen. Farben, Formen, Pflanzen. Hortensien, Seidenklee, der sich über die Moose spinnt.Es versteht sich von selbst, das diese Zauberlandschaft sich in mir einnistet. Am Abend wird geschnippelt. Mehrere Lagen übereinandergelegt versuche ich die Muster in Sand und auf Felsgestein nachzuspüren. Das Leben am Meer, das Kommen und Gehen der Gezeiten haben mich ruhig gemacht. Kein Internet, keine Nachrichten und das einfache Leben auf engstem Raum tun der Seele gut. Es wirkt nach und ich bin dankbar.

Tage mit Goldrand

Tage mit GoldrandDie letzten Tage sind geeignet zur Einrahmung. Vier Tage in einem wunderbaren Ausnahmezustand. Die Ausstellung im Torhaus der Kölner Flora (Botanischer Garten) gehen zu Ende. Tage voller Licht. Wunderbare Begegnungen. (Vorwiegend mit Frauen) Ermutigung und Wohlwollen. Geschenke, wie diese Schere, die mir Freunde aus Uzbekistan mitbrachtenMir erscheint alles wie ein Traum. Eine Freundschaft, die sich wieder bewährt hat.

Gingko

GingkoIn der Flora (der Botanische Garten hier in Köln) gibt es einen wunderbaren, mittlerweile betagten Gingkobaum. Ich besuche ihn mehrmals im Jahr.

Das Blatt dieses Baumes begeistert mich immer wieder. Endlich habe ich dieses Werk nun beendet. Es war sehr arbeitsintensiv und manchmal war ich der Verzweiflung nahe.

Ich nehme es mit in die Ausstellung am übernächsten Wochenende in die Flora.

Ihr Alle seid herzlich dazu eingeladen.