Bestandsaufnahme

Bestandsaufnahme

Dieser Sommer ist anders. In jeglicher Hinsicht. Keine Reisen, das gab es noch nie. Auch eine gewisse Ratlosigkeit. Ich sitze im Garten und schaue. Warte was kommt, ob etwas kommen will.
Nun denn

Aus den Fugen geraten

Aus den Fugen geraten

Nicht bleibt wie es ist.

Eben führte ich ein langes Telefonat mit einem Freund vom Bodensee. Seine Welt ist nach einem Schlaganfall aus den Fugen geraten. Ich saß ratlos vor den Scherenschnitten der letzten Tage und sehe, dass sie etwas mit dem Gespräch zu tun haben. Ich versuche, die Dinge zusammen zu fügen. Geht das?

Etwas Farbe noch
Nicht drin, nicht draußen
Ich bin ratlos

Teresa von Avila

Teresa von Avilar

Ich bin ein Weib und obendrein kein Gutes

… dieser geflügelte Satz der Mystikerin Teresa von Avilar begleitet und begeistert mich seit Jahrzehnten.

Kürzlich fand ich bei einer Freundin diesen Text, der mich dieser Frau nochmals näher gebracht hat.

Gebet des älter werdenden Menschen

O Herr, du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.

Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Erlöse much von der Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen. Lehre mich, nachdenklich, (aber nicht grüblerisch) hilfreich (aber nicht diktatorisch) zu sein,

Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit erscheint es mir ja schade, sie nicht weiterzugeben – aber du verstehst, o Herr, dass ich mir ein paar Freunde erhalten möchte.

Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen zur Pointe zu gelangen.

Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu – und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.

Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir Krankheitsgeschichten anderer mit Freude anzuhören, aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.

Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.

Erhalte mich so liebenswert, wie möglich. Ich möchte kein Heiliger sein -mit Ihnen lebt es sich so schwer- , aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels.

Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleihe mir, o Herr, die schöne Gäbe, sie auch zu erwähnen.

Groß und Klein

Groß und Klein

Den Sonnenblumen scheint es zu gefallen in unserem Garten. Sie wachsen und wachsen. Und die schwarzäugige Susanna immer hinterher.
Die Geranien leuchten und ich kann mich nicht satt sehen auf meinem morgendlichen Streifzug durch den Garten
Im Miniteich eine Schönheit neben der Anderen und drinnen wuchert es eher kleiner

Kleine Kritzeleien

Kleine Kritzeleien

Gestern hatte ich Museumsdienst in der Villa Zanders. Es kamen nicht viele Besucher und ich vertrieb mir die Zeit mit kleinen Kritzeleien. Noch zögere ich, sie auszuschneiden

Kaffee

Kaffee

Täglich eine Tasse…. der Kaffeesatz landet im Garten als wertvoller Dünger. Und die Filtertüten? Lange habe ich sie nicht mehr verwendet, aber täglich tut es mir ein bisschen leid darum. Es fällt mir schwer, sie in die Tonne zu werfen.
Und dann hat es mich gepackt
Und dann bekam der Pinsel einen Ehrenplatz. Titel: „kleine Kehrwoche“

Garten- und anderes Glück

Garten- und anderes Glück

Gestern war wieder Buddeln angesagt
Gemeinsam knabberten wir am vertrockneten Rasen herum
Den Amselvater freute es…. wir deckten ihm den Tisch…. nebenan, die Jungen im Nest wurden an diesem Tag gewiss satt.
Fertig

Zwei Tage zuvor wurde Hochzeit gefeiert bis in die Nacht

Hoppla…. wo ist die Braut dazu ? ….. auf Rhodos …. mein Sohn ist unter der Haube
Der Brautstrauß in meiner Obhut
Und ich bin Zaungast bei all dem Glück

Interview mit Gott

Interview mit Gott

Gestern hörte ich im Radio ein Interview mit Gott. Er wurde gefragt, ob er katholisch oder evangelisch sei und er schüttelte verständnislos den Kopf und antwortete unwirsch, er sei konfessionslos.
Das gefiel mir sehr, umso mehr freut es mich, dass ich derzeit in der Kulturkirche Ost in Köln Buchforst, zusammen mit zwei anderen Künstlerinnen ausstellen darf. Ein wunderbarer Ort. Bis zum achtzehnten Juli dürfen meine Werke dort hängen. Ich lade herzlich zum Besuch dorthin ein.