Etwas bleibt

Etwas bleibtEs stimmt nicht, das alles vergeht. Es sind die Übergänge, die uns die Vergänglichkeit bewusst machen. Ein Blatt, das verdorrt, eins wird mit dem Weg, auf dem es liegt. Blütenrispen, Samenkapseln….Knochen ….und dann kommt der Umwandlungsprozess. Nicht immer sichtbar für unsere Augen. Es spielt sich auf einer anderen Ebene ab.

Als meine Nichte vor nunmehr einer Woche ging , wollte ich es nicht glauben, die Nachricht einfach verweigern. Aber sie kommt nicht mehr. Ihre Schwestern haben die Todesanzeige mit diesem schönen Text von Trude Herr versehen:

„Wenn man Abschied nimmt

Geht nach unbestimmt

Mit dem Wind wie Blätter wehn.

Niemals geht man so ganz

Irgendetwas von mir bleibt hier

Es hat seinen Platz immer bei dir

Ich verspreche hier

Bin zurück bei dir

Wenn der Wind von Süden weht“

Als ich meiner Nichte neulich aus Maria Laach diesen Engel schicktekonnte ich nicht ahnen, das er sie gleich mitnimmt. Was bleibt ist ein kleiner Engel to go (wie sie es nannte), den sie mir vor Jahren schenkte.

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Raunächte

Raunächte Das eine oder andere Blatt, eine verdorrte Ranke, eine Feder, hält sich noch fest an Winterzäunen. Bald wird es von der Zeit zerrieben. Ich schaue zu, werde still und übe das Loslassen, Tag für Tag, Nacht für Nacht…..

Etwas leuchtet

Etwas leuchtetin der Nacht.

Kokon, Gefäß, Nest… eine Höhle? Von Allem etwas. Was weiß ich….

(Ich habe gebrauchte Kaffefiltertüten um das Gespinst gewebt. )

Licht

Eine Freundin schickte mir heute diesen wunderbaren Text

Auch das ist Kunst

Ist Gottes Gabe

aus ein paar sonnenhellen Tagen

sich soviel Licht ins Herz zu tragen

sodass, wenn der Sommer längst verweht

das Leuchten immer noch besteht.

Johann Wolfgang von Goethe

….. so will ich es halten.

Trostbuch

Trostbuches hagelt traurige Nachrichten, Diagnosen geistern durch den Raum, zum Wegducken…oder zu diesem Buch greifen.

Ich habe versucht, es langsam zu lesen, jeden Satz wie ein Bonbon im Munde zergehen zu lassen, es gelang nicht so recht, denn man kann es nicht aus der Hand legen. Ein Trostbuch sozusagen. Es erzählt von stillen Heldinnen und Helden. Von Selma, die aussieht wie Rudi Carell, dem Optiker, der immer da ist und der auf alle, noch so kniffeligen Fragen eine Antwort parat hat, aber der nicht in der Lage ist, gegen seine inneren Stimmen anzugehen, von Frederick und dem knurrigen Buchhändler und von der Liebe, die manchmal seltsame Wege einschlägt … ach, dieses Buch legt man mit einem Seufzer aus der Hand und man möchte immer weiterlesen.